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Carnauba Wachse werden von Oldtimer-Besitzern bevorzugt, da sie einen schönen, warmen Glanz erzeugen und die Fahrzeugoberfläche schimmern lassen. Enthusiasten tragen mehrere Wachsschichten auf, um den Glanzgrad zu erhöhen.
Carnaubawachs ist Bestandteil eines in Brasilien wachsenden Palmbaumes, der mit dem Wachs seine eigenen Blätter bedeckt und diese somit gegen die extreme Hitze und Austrocknung schützt. Das Wachs tropft bei extremer Hitze von den Blätter auf den Boden, versickert im Erdreich und wird von den Baumwurzeln wieder aufgesogen. Das Wachs ist also ein reines Naturprodukt.
Zur Gewinnung des Naturproduktes wird eine speziell entwickelte Maschine eingesetzt. Die Blätter werden getrocknet, wodurch ebenfalls das Wachs auf den Blättern trocknet und somit abblättert.
In diesem Stadium sind es noch harte Flocken, die in der Form nicht für einen Lackauftrag geeignet sind. Die Carnaubawachsflocken werden in einem weiteren Schritt z.B. mit hochwertigen Ölen vermengt, um das Wachs weich und verarbeitbar zu machen.
Der Preis eines Carnaubawachses richtet sich oft nach dem wirklichen Anteil von Carnauba im Wachsanteil.
Auf einem Fahrzeuglack wird der Carnaubawachs seine gleichen hervorragenden Schutzmaßnahmen ins Spiel bringen, die er in der Natur den Palmblättern zukommen lässt. Der Wachs schützt die Lackoberfläche vor UV-Strahlen, Hitze, Oxidationen und umweltbedingte Verschmutzungen. Dazu kommt dieser unwiderstehlich schöne Glanz, der jedes Autofahrerherz höher schlagen lässt.
Der einzige Nachteil ist, dass der natürliche Carnaubawachs eine nicht allzu lange Standzeit aufweist und in regelmäßigen Abständen erneut aufgetragen werden muss.
Bei der Verarbeitung ist darauf zu achten, dass Carnaubawachse dünn aufgetragen werden, damit sie sich später leicht mit einem sauberen Mikrofasertuch abnehmen lassen.
Am Besten trägt man den Carnaubawachs mit einem Handapplicator dünn auf das gesamte Fahrzeug auf und lässt die Wachsschicht einwirken. Achten Sie darauf, dass sie den Wachs nur auf lackierte Fahrzeugstellen auftragen. An einem sonnigen Tag können Sie Ihr Fahrzeug für eine halbe Stunde in die pralle Sonne stellen. Der Wachs wird dadurch nochmals weicher und anschmiegsamer und verschmilzt selbst mit den natürlichen Unebenheiten einer Lackoberfläche. Zum Schluss nehmen Sie mit einem sauberen Mikrofasertuch alle Wachsrückstände von der Lackoberfläche ab.
Um den Glanzgrad zu erhöhen, können in zeitlichen Abständen für die Trocknungsphase, mehrere Schichten übereinander aufgetragen werden.
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